Was bietet OOXML gegenüber ODF?

Dank der kleinen Web-Clips in Gmail bin ich heute mal wieder über die Diskussion ODF vs. OOXML gestolpert. Dabei ging es wie üblich um die ISO-Zertifizierung von OOXML und dessen Vor- und Nachteile gegenüber ODF. Auslöser der Diskussion war ein Report der Burton Group, der OOXML größere Vorteile für Firmen bescheinigt.

Mit dieser Aussage stimme ich bis auf ein kleines Detail überein. Nun werden Kenner meiner ODF-Verfechterei sicherlich ein großes Fragezeichen im Gesicht stehen haben…

Zur Erklärung ein kleines Zitat aus dem zdnet Artikel:

“In short, because OOXML is more ecosystem- and application-oriented than ODF, most vendors and enterprises will see it as more useful than ODF,” the report added. “In terms of productivity application model concerns, ODF is primarily focused on content and presentation domains, and it is far less useful for scenarios requiring advanced structure and behavior capabilities.”

Das bedeutet also: Der Standard OOXML ist geeigneter für Firmen, da der Standard anwendungsorientiert und in die Arbeitsumgebung integriert ist.”

Was für ein höherer Schwachsinn, die Implementierung ist Schuld, nicht der Standard!

Ein Standard soll gute Vorraussetzungen für ein einheitliches Erscheinungsbild und Daten-Portabilität bieten - mehr nicht.
Die Implementierung dieses Standards ist der Ansatzpunkt, um über die zitierten Punkte zu sprechen, nicht der Standard selbst. Und dass OpenOffice MS Office um Jahre hinterher hängt, ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Wer installiert denn bei nem x.x.1 Versionssprung seine OfficeSuite neu?

Wie kann es sein, dass Änderungen in einem .doc Dokument mit Word beim nächsten Öffnen in OpenOffice verschwunden sind?

Der zweite Punkt hätte mir beinahe einige Nachteile bei meiner letzten Prüfung beschert. Glücklicherweise habe ich das Dokument durch puren Zufall mit Word gedruckt. Umso erstaunter war mein Gesicht als ich dieselbe Datei einige Wochen später mit Vorgängerinhalt wiederentdeckte.

Doch damit hat der Standard ODF nichts zu tun!

Die Ursache liegt in der OpenOffice Suite, nicht bei dem Standard.

Ich wünschte mir etwas mehr Differenzierung in diesem Punkt, doch dafür denken viele Microsoft Kritiker anscheinend in zu engen Bahnen.

Update:

Um nochmal auf die Überschrift zu kommen: OOXML bietet den großen Vorteil der momentan besseren Implementierung. Alles andere sollte etwas sachlicher betrachtet werden ;)

Gedanken & News im Netz Jonas 30 Jan 2008 Keine Kommentare

Vista: Installation auf dem Dell Latitude D610

Nachdem mein XP vor einiger Zeit via BlueScreen mit letztem Stöhnen zu mir aufschaute, gab ich nun endlich dem Drang nach Vista zu installieren. Thomas hatte innerhalb des letzten Jahres genug Positives über das System berichtet, so dass ich es schon vor dem ersten Servicepack als ausgereift genug ansehe. Immerhin wäre es damit früher bereit als es XP seinerzeit war.

Da wir die Business Version über unserer Fachhochschule kostenlos beziehen können, war auch der Preis als eins der Hauptargumente gegen Microsofts neues System außer Kraft gesetzt.

Das zweite Hauptargument konnte ich leider nicht vorher klären: Die Hardwarekompatibilität meines Dell Latitude D610. Ein solides Gerät der zweiten Centrino Generation, leider noch mit der berühmt berüchtigten Intel GMA915 Grafikkarte, die mir die schicke Aero Oberfläche grundsätzlich verweigert.

Das Überprüfungstool ließ sich bei mir zwar installieren, nach dem Start stürzte es aber jedesmal ab. Drei Kollegen neben mir probierten es dann auch spontan auf ihren XP-Systemen aus, mein Laptop war der einzige mit dem sich das Programm einfach nicht anfreunden konnte.

Also ab ins kalte Wasser: Daten gesichert, Vista-DVD rein und LOS! Für den Notfall lag die XP-CD daneben ;)

Erstmal weigerte sich Vista ein Update des XP-Systems durchzuführen. Nicht weiter schlimm da das System eh im Eimer war, aber der Grund war fehlendes NTFS auf meiner Hauptpartition. Früher hätte mich das geärgert, da es aber inzwischen vernünftige Lese- und Schreibtreiber für NTFS unter Linux gibt, freue ich mich über die Vorteile eines schnelleren und durchdachteren Dateisystems als FAT. Anbei sei hier erwähnt, dass ext3 und co noch etwas größeres Vertrauen meinerseits genießen, da NTFS unter Win2000 mal die Hälfte meiner Daten fraß.

Nun also Neustart und Beginn der Installation. Nach 35 Minuten und wenigen ausschließlich relevanten (!) Dialogen kam bereits die Vista-Oberfläche zum Vorschein. Nach 44 Updates und weiteren 30min erkannte das System dann auch meine Soundkarte. Nur meine Bluetooth-Schnittstelle erkennt das System bis heute nicht. Ebenso lässt sich die Scrollfunktion am Rand des Touchpads nicht aktivieren. Als Laptop-User ist das ne verdammt harte Umstellung nun wieder Pfeiltasten und BildAb/BildAuf verwenden zu müssen.

Die Installation selbst kann ich nur loben, bis auf die letzte Frage nach dem “Standort” des Rechners. Als recht erfahrerner User vermute ich natürlich die Firewall-Einstellung hinter den drei Auswahlmöglichkeiten, finde aber keinerlei Anhaltspunkte was sich genau dahinter verbirgt. Ein neuer Nutzer würde sich dadrüber vielleicht keine Gedanken machen, aber hier fehlt einfach ein Link zu der sonst sehr guten Windows-Hilfe.

Abschließend kann ich meinen ersten Eindruck von Vista nur als “überraschend positiv” beschreiben.

Das bezieht sich natürlich nur auf den ersten Eindruck. Die Stolpersteine und Fallstricke, die mir nach und nach vor die Füße purzeln, kommen auch noch zur Sprache. Da ich aber gerne die nötige Sprunghöhe gleich mit angebe, werden die Posts noch etwas reifen müssen.

Der erste Stein war das Ignorieren meines Ubuntu Systems. Leider ist Microsoft immer noch zu arrogant, andere Systeme in den eigenen Bootmanager zu integrieren. Dabei wäre es doch ein genialer Marketing-Gag für Microsoft, Ubuntu unterhalb eines schicken Windows-Logos im MS-eigenen Bootmanger anzubieten!
Lösung: Ubuntu-DVD ziehen und grub wieder in den Bootsektor der Festplatte schreiben. Der ist zwar hässlich wenn man keine Lust hat ihn anzupassen, aber er funktioniert klaglos.

Vista Jonas 28 Jan 2008 2 Kommentare

Eyetracking zur Optimierung von Websites

Beim Lesen von Robert Scobles Blog bin ich heute über ein sehr interessantes Video gestolpert.
Die halbe Stunde lohnt sich für jeden, der wissen möchte was wir mit unseren Augen auf Websites wirklich wahrnehmen und warum:

http://www.stompernet.net/goingnatural2/?vid=5

Interessante Seiten & Nützliche Tools Jonas 25 Dez 2007 6 Kommentare

Online Finanzverwaltung Mint gewinnt TechCrunch40

Der Online Finanzservice Mint ist Sieger des mit $50,000 dotierten Förderpreises der TechCrunch40 Conference.

Damit wird ein datenschutzrechtlich sehr bedenkliches, aber praktisch recht interessantes Projekt in die Öffentlichkeit gerückt. Solange man gedanklich beiseite schiebt was der Seitenbetreiber mit den Daten alles anfangen könnte, dürfte der Service äusserst interessant sein. Immerhin wird hier die komplette Verwaltung seitens Quicken oder StarMoney mittelfristig abgelöst.

Sobald die Seite sich vom ersten Ansturm erholt hat, ist sie in jedem Fall einen Blick wert:

Mint.com

Interessante Seiten & News im Netz Jonas 19 Sep 2007 Keine Kommentare

Google & Co in vier Jahren abgeloest?

Robert Scoble hat eine dreiteilige kyte.tv Show zusammengestellt.

Diese gibt einen interessanten Einblick in die Welt von Google & Co und zeigt die Schwächen solcher Seiten gegenüber des Suchens über den sogenannten “Social Graph” auf, wie es TechMeme praktiziert oder über Facebook ablaufen kann.

Dieser Ansatz der Informationsorganisation ist in meinen Augen der vielversprechendste überhaupt.

Originalartikel von Robert Scoble

Gedanken & Interessante Seiten Jonas 26 Aug 2007 Keine Kommentare

Projekt LEON hat begonnen

LEON

Im Rahmen des xplore New Automation Award 2008 haben wir gestern mit den ersten Vorbereitungen unseres Projektes begonnen.

Unser Beitrag trägt den Titel “Low Energy Open Netlab“. Auf der Website wird von meinen Kollegen und mir regelmäßig über unsere Arbeit berichtet. Da es sich um einen internationalen Wettbewerb handelt, ist die Seite komplett in Englisch gehalten.

Viel Spaß beim Stöbern

Interessante Seiten & xplore Award 08 Jonas 12 Jul 2007 Keine Kommentare

Wer braucht zwei Standards?

Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle auf die Möglichkeit hingewiesen das OpenDocumentFormat mit Microsoft Office nutzen zu können.
Die Nutzung des ODF Formats möchte auch der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) unterstützen, da Microsoft seit einiger Zeit sein eigenes OpenXML-Format ebenfalls standardisieren möchte. Der FFII hat nun eine Petition gegen OpenXML als ISO-Standard ins Leben gerufen.

Quelle:
Petition: Keinen ISO-Standard für Microsofts Office-Format - Golem.de

News im Netz Jonas 26 Jun 2007 Keine Kommentare

Auch in der Werbebranche wird nachgedacht…

…wie dieser heise Artikel zeigt. Kontextbezogene Werbung ist nunmal eine der wenigen Werbeformen, die auch in fernerer Zukunft noch wahrgenommen werden wird, im Gegensatz zu dem multimedialen Einheitsbrei der momentan auf uns einströmt.

Interessante Seiten & News im Netz Jonas 20 Jun 2007 Keine Kommentare

Vom Entwurf zur Platine

Da sowohl TJs, als auch mein Schaltungs- und Layoutentwurf nun bis auf minimale Verbesserungen seit einiger Zeit fertig war, haben wir beschlossen die Hardware nun endgültig herzustellen. Mit Hilfe unserer Ätzanlage und des neuen Belichtungsgerätes entstanden innerhalb kurzer Zeit zwei saubere Platinen inklusive bedruckter Oberseite. IMG_2200 IMG_2208

Auf die optimale Reihenfolge bei der Platinenherstellung geht TJ in seinem Beitrag nochmal näher ein. Der auf dem linken Bild sichtbar eingebrannte Photolack ist etwas hartnäckig beim Entfernen, da hilft kein Aceton mehr, die Rückseite muss zu Lasten der Leiterbahnen abgeschliffen werden.

Da das Bohren der 0,8mm Löcher per Akkuschrauber dann doch etwas langwierig und nicht grade materialschonend ist, wurden die Löcher auch dieses Mal mit Hilfe der Standbohrvorrichtung in der Fachhochschule gebohrt. Nach dem anschließenden Entgraten und Lötlack auftragen (man beachte den Sitz der Dichtungen an solchen Sprühflaschen, das Zeug klebt wie verrückt!) konnten die Bauteile nun aufgelötet werden.

Voilà:

IMG_2243 IMG_2241

Nach kurzer Chipverwechslung funktionieren beide Boards ebenso wie auf den Steckbrettern während der Testphase. Während das linke Board nun abwechselnd den Temperaturwert des LM35 und des Thermoelements am MAX6675 misst und über den 10poligen Phostenstecker an das andere Board überträgt, verarbeitet das rechte Board die ankommenden Werte und stellt sie als Text und Graph dar.

Zu erwähnen ist noch, dass die Prozessoren der Boards über die 5polige Steckerleiste neu programmiert werden können. Bei diesem experimentellen Projekt ist uns diese sogenannte ICSP-Schnittstelle besonders wichtig.

Elektronik II Labor Jonas 02 Jun 2007 Keine Kommentare

Kein Bock auf Web 2.0?

Schon im Jahre 2001 hatte diese Seite keinen Bock.

Und der Autor hat auch gleich eine Antwort zum vielumjubelten Web 2.0 parat

The Machine is Us/ing us

edit: auf die lustlose seite hat mich nach langer zeit mein Kollege Thomas Lippert wieder aufmerksam gemacht ;)

Interessante Seiten Jonas 01 Jun 2007 Keine Kommentare

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