Archive for the 'Vista' Category

Vista: Wofür braucht man Schattenkopien?

Vista erstellt von einigen Dateien sogenannten Schattenkopien. Ich weiss zwar nicht nach welchem System, aber wer mag darf mir das gerne in den Kommentaren kurz erklären.

Bisher hielt ich dieses Feature für sinnlose Speicherplatzverschwendung. Bei einigen Diskussionen mit meinem Kollegen Thomas stellten wir beide lapidar fest:

“Wenn ich etwas löschen will, lösche ich es, wenn nicht dann nicht. - Wozu also noch ein zusätzlicher Schritt zum Papierkorb?”

Nun brauchte ich aber das erste Mal die Wiederherstellung - Während des Programmierens, oder genauer gesagt des Kompilierens in Assembler.

Der Compiler ist ein Kommandozeilentool, dem ich aus Versehen zwei Parameter übergeben hatte. Der zweite Parameter ist die Zieldatei, es kann immer nur eine Quelldatei verarbeitet werden. Also überschrieb er munter mit der Binärdatei der ersten Datei den Quellcode der zweiten.

Hier half mir die Schattenkopie aus der Patsche, da ich das Assembler-Arbeitsverzeichnis dank DOS-Dateinamen nicht im Backup habe weil es direkt auf dem Wurzelverzeichnis des Laufwerks liegt.

Durch diesen völlig altmodischen Fehler brauchte ich also das neueste Feature in Vista…

Immerhin eines habe ich daraus gelernt: Wenn die Erfahrungen mit einem Tool nicht sehr ausgeprägt sind, kann es zu solchen Fehlern kommen und die Schattenkopien werde sinnvoll - auch wenn erfahrenere User dies oft außer Acht lassen ;)

Gedanken & Vista Jonas 28 Mrz 2008 Keine Kommentare

Vista: Erste Eindrücke

Nach dem ersten Systemstart schaute Thomas mir über die Schulter. Meine erste Amtshandlung war es, alle angebotenen Funktionen des “Willkommen” Fensters näher zu untersuchen und ihren Nutzen für mich abzuschätzen. Danach folgte die Systemsteuerung und einige andere Konfigurationsmöglichkeiten, die Vista glücklicherweise inzwischen bietet.

Dabei sind mir besonders folgende Neuerungen positiv aufgefallen:

  • Das Netzwerkcenter (Ubuntu hat mich auf den Geschmack gebracht)
  • Der Willkommensscreen
  • Die Systemsteuerung für Non-Geeks
  • Die Windows-Sidebar (dazu später noch mehr)

An dieser Stelle habe ich aufgehört mich mit Vista als “Neues Spielzeug zu beschäftigen und begann es täglich als Werkzeug zu nutzen.

Vista Jonas 08 Mrz 2008 2 Kommentare

Vista: Installation auf dem Dell Latitude D610

Nachdem mein XP vor einiger Zeit via BlueScreen mit letztem Stöhnen zu mir aufschaute, gab ich nun endlich dem Drang nach Vista zu installieren. Thomas hatte innerhalb des letzten Jahres genug Positives über das System berichtet, so dass ich es schon vor dem ersten Servicepack als ausgereift genug ansehe. Immerhin wäre es damit früher bereit als es XP seinerzeit war.

Da wir die Business Version über unserer Fachhochschule kostenlos beziehen können, war auch der Preis als eins der Hauptargumente gegen Microsofts neues System außer Kraft gesetzt.

Das zweite Hauptargument konnte ich leider nicht vorher klären: Die Hardwarekompatibilität meines Dell Latitude D610. Ein solides Gerät der zweiten Centrino Generation, leider noch mit der berühmt berüchtigten Intel GMA915 Grafikkarte, die mir die schicke Aero Oberfläche grundsätzlich verweigert.

Das Überprüfungstool ließ sich bei mir zwar installieren, nach dem Start stürzte es aber jedesmal ab. Drei Kollegen neben mir probierten es dann auch spontan auf ihren XP-Systemen aus, mein Laptop war der einzige mit dem sich das Programm einfach nicht anfreunden konnte.

Also ab ins kalte Wasser: Daten gesichert, Vista-DVD rein und LOS! Für den Notfall lag die XP-CD daneben ;)

Erstmal weigerte sich Vista ein Update des XP-Systems durchzuführen. Nicht weiter schlimm da das System eh im Eimer war, aber der Grund war fehlendes NTFS auf meiner Hauptpartition. Früher hätte mich das geärgert, da es aber inzwischen vernünftige Lese- und Schreibtreiber für NTFS unter Linux gibt, freue ich mich über die Vorteile eines schnelleren und durchdachteren Dateisystems als FAT. Anbei sei hier erwähnt, dass ext3 und co noch etwas größeres Vertrauen meinerseits genießen, da NTFS unter Win2000 mal die Hälfte meiner Daten fraß.

Nun also Neustart und Beginn der Installation. Nach 35 Minuten und wenigen ausschließlich relevanten (!) Dialogen kam bereits die Vista-Oberfläche zum Vorschein. Nach 44 Updates und weiteren 30min erkannte das System dann auch meine Soundkarte. Nur meine Bluetooth-Schnittstelle erkennt das System bis heute nicht. Ebenso lässt sich die Scrollfunktion am Rand des Touchpads nicht aktivieren. Als Laptop-User ist das ne verdammt harte Umstellung nun wieder Pfeiltasten und BildAb/BildAuf verwenden zu müssen.

Die Installation selbst kann ich nur loben, bis auf die letzte Frage nach dem “Standort” des Rechners. Als recht erfahrerner User vermute ich natürlich die Firewall-Einstellung hinter den drei Auswahlmöglichkeiten, finde aber keinerlei Anhaltspunkte was sich genau dahinter verbirgt. Ein neuer Nutzer würde sich dadrüber vielleicht keine Gedanken machen, aber hier fehlt einfach ein Link zu der sonst sehr guten Windows-Hilfe.

Abschließend kann ich meinen ersten Eindruck von Vista nur als “überraschend positiv” beschreiben.

Das bezieht sich natürlich nur auf den ersten Eindruck. Die Stolpersteine und Fallstricke, die mir nach und nach vor die Füße purzeln, kommen auch noch zur Sprache. Da ich aber gerne die nötige Sprunghöhe gleich mit angebe, werden die Posts noch etwas reifen müssen.

Der erste Stein war das Ignorieren meines Ubuntu Systems. Leider ist Microsoft immer noch zu arrogant, andere Systeme in den eigenen Bootmanager zu integrieren. Dabei wäre es doch ein genialer Marketing-Gag für Microsoft, Ubuntu unterhalb eines schicken Windows-Logos im MS-eigenen Bootmanger anzubieten!
Lösung: Ubuntu-DVD ziehen und grub wieder in den Bootsektor der Festplatte schreiben. Der ist zwar hässlich wenn man keine Lust hat ihn anzupassen, aber er funktioniert klaglos.

Vista Jonas 28 Jan 2008 2 Kommentare