Vista erstellt von einigen Dateien sogenannten Schattenkopien. Ich weiss zwar nicht nach welchem System, aber wer mag darf mir das gerne in den Kommentaren kurz erklären.
Bisher hielt ich dieses Feature für sinnlose Speicherplatzverschwendung. Bei einigen Diskussionen mit meinem Kollegen Thomas stellten wir beide lapidar fest:
“Wenn ich etwas löschen will, lösche ich es, wenn nicht dann nicht. - Wozu also noch ein zusätzlicher Schritt zum Papierkorb?”
Nun brauchte ich aber das erste Mal die Wiederherstellung - Während des Programmierens, oder genauer gesagt des Kompilierens in Assembler.
Der Compiler ist ein Kommandozeilentool, dem ich aus Versehen zwei Parameter übergeben hatte. Der zweite Parameter ist die Zieldatei, es kann immer nur eine Quelldatei verarbeitet werden. Also überschrieb er munter mit der Binärdatei der ersten Datei den Quellcode der zweiten.
Hier half mir die Schattenkopie aus der Patsche, da ich das Assembler-Arbeitsverzeichnis dank DOS-Dateinamen nicht im Backup habe weil es direkt auf dem Wurzelverzeichnis des Laufwerks liegt.
Durch diesen völlig altmodischen Fehler brauchte ich also das neueste Feature in Vista…
Immerhin eines habe ich daraus gelernt: Wenn die Erfahrungen mit einem Tool nicht sehr ausgeprägt sind, kann es zu solchen Fehlern kommen und die Schattenkopien werde sinnvoll - auch wenn erfahrenere User dies oft außer Acht lassen ;)

Kosmoprolet responded on 01 Sep 2008 at 16:42 #
Ist eigentlich offenkundig, ob Apples Betriebssystem ähnlich vorgeht? Gibt es da auch solche Sicherheits-Schattekopien?
Kosmoprolet responded on 01 Sep 2008 at 19:52 #
Sind wir uns zu fein Kommentare zuzulassen?
Jonas responded on 02 Sep 2008 at 7:44 #
Über die TimeMachine sollte es soetwas geben.
Zum 2. Kommentar: ich moderiere die Kommentare nicht alle paar Minuten oder Stunden, sondern dann, wenn ich meine Emails bearbeite ;)