Archive for Januar, 2008

Radiowerbung für Lifehacker

Es ist ja bekanntlich schon lange der Fall, dass Firmen Werbung für ihre Website im Radio machen. Allerdings sind die Services dort meistens kostenpflichtig, dürftig oder beides.

Ganz anders grade bei FM4: Die bewerben tatsächlich Lifehacker.com!

Eine der qualitativ hochwertigsten mir bekannten Seiten, deren Feed ich nun auch schon seit einiger Zeit lese. Immer wieder hilfreiche und/oder interessante Artikel und versierte Autoren.

Lifehacker kann man einfach nur weiterempfehlen!

Interessante Seiten Jonas 31 Jan 2008 Keine Kommentare

Was bietet OOXML gegenüber ODF?

Dank der kleinen Web-Clips in Gmail bin ich heute mal wieder über die Diskussion ODF vs. OOXML gestolpert. Dabei ging es wie üblich um die ISO-Zertifizierung von OOXML und dessen Vor- und Nachteile gegenüber ODF. Auslöser der Diskussion war ein Report der Burton Group, der OOXML größere Vorteile für Firmen bescheinigt.

Mit dieser Aussage stimme ich bis auf ein kleines Detail überein. Nun werden Kenner meiner ODF-Verfechterei sicherlich ein großes Fragezeichen im Gesicht stehen haben…

Zur Erklärung ein kleines Zitat aus dem zdnet Artikel:

“In short, because OOXML is more ecosystem- and application-oriented than ODF, most vendors and enterprises will see it as more useful than ODF,” the report added. “In terms of productivity application model concerns, ODF is primarily focused on content and presentation domains, and it is far less useful for scenarios requiring advanced structure and behavior capabilities.”

Das bedeutet also: Der Standard OOXML ist geeigneter für Firmen, da der Standard anwendungsorientiert und in die Arbeitsumgebung integriert ist.”

Was für ein höherer Schwachsinn, die Implementierung ist Schuld, nicht der Standard!

Ein Standard soll gute Vorraussetzungen für ein einheitliches Erscheinungsbild und Daten-Portabilität bieten - mehr nicht.
Die Implementierung dieses Standards ist der Ansatzpunkt, um über die zitierten Punkte zu sprechen, nicht der Standard selbst. Und dass OpenOffice MS Office um Jahre hinterher hängt, ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Wer installiert denn bei nem x.x.1 Versionssprung seine OfficeSuite neu?

Wie kann es sein, dass Änderungen in einem .doc Dokument mit Word beim nächsten Öffnen in OpenOffice verschwunden sind?

Der zweite Punkt hätte mir beinahe einige Nachteile bei meiner letzten Prüfung beschert. Glücklicherweise habe ich das Dokument durch puren Zufall mit Word gedruckt. Umso erstaunter war mein Gesicht als ich dieselbe Datei einige Wochen später mit Vorgängerinhalt wiederentdeckte.

Doch damit hat der Standard ODF nichts zu tun!

Die Ursache liegt in der OpenOffice Suite, nicht bei dem Standard.

Ich wünschte mir etwas mehr Differenzierung in diesem Punkt, doch dafür denken viele Microsoft Kritiker anscheinend in zu engen Bahnen.

Update:

Um nochmal auf die Überschrift zu kommen: OOXML bietet den großen Vorteil der momentan besseren Implementierung. Alles andere sollte etwas sachlicher betrachtet werden ;)

Gedanken & News im Netz Jonas 30 Jan 2008 Keine Kommentare

Vista: Installation auf dem Dell Latitude D610

Nachdem mein XP vor einiger Zeit via BlueScreen mit letztem Stöhnen zu mir aufschaute, gab ich nun endlich dem Drang nach Vista zu installieren. Thomas hatte innerhalb des letzten Jahres genug Positives über das System berichtet, so dass ich es schon vor dem ersten Servicepack als ausgereift genug ansehe. Immerhin wäre es damit früher bereit als es XP seinerzeit war.

Da wir die Business Version über unserer Fachhochschule kostenlos beziehen können, war auch der Preis als eins der Hauptargumente gegen Microsofts neues System außer Kraft gesetzt.

Das zweite Hauptargument konnte ich leider nicht vorher klären: Die Hardwarekompatibilität meines Dell Latitude D610. Ein solides Gerät der zweiten Centrino Generation, leider noch mit der berühmt berüchtigten Intel GMA915 Grafikkarte, die mir die schicke Aero Oberfläche grundsätzlich verweigert.

Das Überprüfungstool ließ sich bei mir zwar installieren, nach dem Start stürzte es aber jedesmal ab. Drei Kollegen neben mir probierten es dann auch spontan auf ihren XP-Systemen aus, mein Laptop war der einzige mit dem sich das Programm einfach nicht anfreunden konnte.

Also ab ins kalte Wasser: Daten gesichert, Vista-DVD rein und LOS! Für den Notfall lag die XP-CD daneben ;)

Erstmal weigerte sich Vista ein Update des XP-Systems durchzuführen. Nicht weiter schlimm da das System eh im Eimer war, aber der Grund war fehlendes NTFS auf meiner Hauptpartition. Früher hätte mich das geärgert, da es aber inzwischen vernünftige Lese- und Schreibtreiber für NTFS unter Linux gibt, freue ich mich über die Vorteile eines schnelleren und durchdachteren Dateisystems als FAT. Anbei sei hier erwähnt, dass ext3 und co noch etwas größeres Vertrauen meinerseits genießen, da NTFS unter Win2000 mal die Hälfte meiner Daten fraß.

Nun also Neustart und Beginn der Installation. Nach 35 Minuten und wenigen ausschließlich relevanten (!) Dialogen kam bereits die Vista-Oberfläche zum Vorschein. Nach 44 Updates und weiteren 30min erkannte das System dann auch meine Soundkarte. Nur meine Bluetooth-Schnittstelle erkennt das System bis heute nicht. Ebenso lässt sich die Scrollfunktion am Rand des Touchpads nicht aktivieren. Als Laptop-User ist das ne verdammt harte Umstellung nun wieder Pfeiltasten und BildAb/BildAuf verwenden zu müssen.

Die Installation selbst kann ich nur loben, bis auf die letzte Frage nach dem “Standort” des Rechners. Als recht erfahrerner User vermute ich natürlich die Firewall-Einstellung hinter den drei Auswahlmöglichkeiten, finde aber keinerlei Anhaltspunkte was sich genau dahinter verbirgt. Ein neuer Nutzer würde sich dadrüber vielleicht keine Gedanken machen, aber hier fehlt einfach ein Link zu der sonst sehr guten Windows-Hilfe.

Abschließend kann ich meinen ersten Eindruck von Vista nur als “überraschend positiv” beschreiben.

Das bezieht sich natürlich nur auf den ersten Eindruck. Die Stolpersteine und Fallstricke, die mir nach und nach vor die Füße purzeln, kommen auch noch zur Sprache. Da ich aber gerne die nötige Sprunghöhe gleich mit angebe, werden die Posts noch etwas reifen müssen.

Der erste Stein war das Ignorieren meines Ubuntu Systems. Leider ist Microsoft immer noch zu arrogant, andere Systeme in den eigenen Bootmanager zu integrieren. Dabei wäre es doch ein genialer Marketing-Gag für Microsoft, Ubuntu unterhalb eines schicken Windows-Logos im MS-eigenen Bootmanger anzubieten!
Lösung: Ubuntu-DVD ziehen und grub wieder in den Bootsektor der Festplatte schreiben. Der ist zwar hässlich wenn man keine Lust hat ihn anzupassen, aber er funktioniert klaglos.

Vista Jonas 28 Jan 2008 2 Kommentare