Seitdem ich mir vor einiger Zeit einen “neuen” Laptop geleistet habe, plane ich die Einrichtung eines Linux-Systems parallel zu WinXp. Hauptsächlich weil TeXen unter Windows einfach keinen Spaß macht. Außerdem ist Linux ohnehin “besser” und Michael Dell nutzt es auch ;-)
Da ich inzwischen ein möglichst “schlankes” aber zugleich benutzerfreundliches Linux wollte, ist debian nicht mehr meine erste Wahl. Auf meinem Desktop Rechner läuft zwar immer noch der Release Candidate 3 des aktuellen “Etch“, allerdings ist das mehr ein Testsystem als alles andere. Momentan ist nichtmal ein Monitor angeschlossen.
Also sollte es Ubuntu werden, welches bereits letzten Donnerstag in der Version 7.04 erscheinen sollte. Dank einiger Bugs verzögerte sich das Release zwar bis zum heutigen Tag, aber der Finger auf F5 während der heutigen Vorlesungen hat sich gelohnt.
Kaum ist das CD-Image geladen und gebrannt, kann das System direkt von CD gestartet und ausprobiert werden. Ausprobiert? Richtig, wie das bekannte Knoppix lässt sich Ubuntu erstmal von CD starten und ausgiebig testen. Es gibt Beispieldateien für alle nötigen Grundfunktionen der Textbearbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Grafikbearbeitung und einiges mehr zum Kennenlernen.
Aus diesem Live-System heraus kann Ubuntu dann auch installiert werden. Bei Fragen zur Installation selbst möchte ich an dieser Stelle auf die Ubuntu Community verweisen.
Allerdings sei soviel versprochen: Es ist einfacher, schneller und komfortabler zu installieren als Windows XP. Nur der versprochene Import der Userdaten aus einer vorhanden Windows Installation ist bisher nicht möglich. Ein wirklich zu verschmerzender Bug, da der Dateizugriff auf die Windows-Partitionen komfortabel möglich ist.
Mein bevorzugter Instant-Messenger Gaim (Pidgin in der kommenden Version, danke AOL), die inzwischen vollständig ausgereifte Bürosuite OpenOffice, sowie die professionelle Bildbearbeitung GIMP sind in ihren aktuellen Versionen bereits integriert. Da ich dieselben Tools unter Windows nutze fällt der Umstieg natürlich nicht schwer. Auch ein Mail/Groupware Client namens Evolution wird mitgeliefert, ebenso wie das Softphone Ekiga.
Nach einer kurzen Testphase und der bequemen Installation einiger zusätzlicher Software-Pakete (tetex/Kile fürs TeXen und Eclipse zur Java-Programmierung über die integrierte Paketverwaltung, sowie automatix2) bin ich so zufrieden wie bisher mit keiner anderen Linux-Distribution für den Desktop-Einsatz. Nur die WLAN Funktionalität muss das System an der FH noch unter Beweis stellen.

JHK responded on 24 Apr 2007 at 10:05 #
Das mit dem Release stimmt so nicht ganz. Es der 19.4. war schon ein von langer Hand geplantes Releasedatum. Der Daily-Build vom 15.4. wurde sogar als stabile Version erklärt weil keine bugs mehr gefunden wurden.