net-tribune: Offener MP3-Standard statt Musik mit Maulkorb
Endlich reagiert die Musik-Industrie auf die seit Jahren andauernden Proteste von Musikhörern und verzichtet wenigstens zum Teil auf Kopierschutzmaßnahmen bei bezahltem Musikdownload.

Meiner Meinung nach ist dies die einzig wirksame Möglichkeit um die Verbreitung von illegal kopierter Musik im Internet einzudämmen.

Um den Künstler zu honorieren und die Musik auf allen meinen Wiedergabegeräten immer abspielen zu können, ist es bisher notwendig eine CD zu erwerben und diese ins mp3-Format zu konvertieren, sofern dies im Falle eines Kopierschutzes überhaupt möglich und legal ist.

Praktisch ist das Recht zur Privatkopie inzwischen durch DRM-Systeme jedoch stark eingeschränkt, da es nach §§ 95a ff. UrhG untersagt ist einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen.

Praktikabel ist also nur ein DRM-freier Download zu einem angemessenen Preis. Damit ist gemeint, dass so gut wie keine Betriebs- oder Materialkosten beim Online-Vertrieb anfallen, was ich als Kunde auch deutlich spüren möchte.

Ich hoffe, dass sich das mp3 oder AAC Format mittelfristig auch für den bezahlten Musikdownload als allgemeiner Standard durchsetzen wird.
Ansonsten muss sich die Musikindustrie bei ihren DRM-Ingenieuren beschweren, sollte mal wieder das Klagelied über Verluste durch illegalen Musikdownload ausgepackt werden.