Mal wieder gefunden bei meinem Kollegen Thomas Lippert.

Nachdem ich zwischenzeitlich verschiedene Arbeitsumgebungen, wie Xfce oder GNOME unter debian Linux verwendet habe, ist das Arbeiten mit mehreren Desktops zur Gewohnheit geworden.

Dank der immer noch recht fragilen ACPI Unterstützung seitens debian und der mangelhaften Zusammenarbeit mit der Dockingstation meines Laptops bin ich nun wieder auf Windows XP umgestiegen und fühle mich auf einem einzigen Desktop eingeschränkt.

Zwar gibt es diverse Programme, die Windows das Arbeiten mit mehreren Desktops beibringen, allerdings hakte es bei allen immer wieder an anderer Stelle, meist war es fehlende Übersicht oder in meinen Augen umständliche Bedienung.

Mit dem Yod’m 3D hat mir Thomas nun wiedermal ein praktisches Tool gezeigt, welches einfach nur seinen Dienst tut, die tägliche Arbeit erleichtert und sich insgesamt so verhält, wie man es von einem solchen Helfer erwartet: dezent und intuitiv.

Die “Installation” gestaltet sich besonders einfach:

Nach dem Download der aktuellen Version 1.21 müssen alle Dateien in einen beliebigen leeren Ordner entpackt werden, zum Beispiel:

C:\Programme\yodm3d

Nachdem das Programm durch einen Klick auf die “Yodm3D.exe” in dem Ordner das erste Mal gestartet wurde, sollten zunächst die angebotenen Einstellungen den eigenen Wünschen angepasst werden (Sprache, Start mit Windows), und dann das Tool über das Icon im Systemtray zunächst wieder geschlossen werden.

Nun liegt in dem Ordner eine Datei namens “Yodm3D.ini”, in der das Programm seine Einstellungen speichert.

Da in der neuesten Version einige neue Features wie Kantenglättung und Transparenz hinzugekommen sind, empfiehlt es sich die letzten Zeilen der Yodm3d.ini auf folgende Werte zu ändern, da die Konfiguration diese Einstellungen noch nicht selbst setzt:

TryAntialiased=1
AntialiasedLevel=1
TryHardwareVertexProcessing=1
CubeTransparency=0.600000
MagnificationFilterLevel=3
MipMapFilterLEvel=3

Die Transparenz kann zwischen 0.00 und 1.00 als prozentualer Wert angegeben werden, 60% haben sich für mich als sinnvoll herausgestellt, um auf einen Blick den Inhalt aller vier Seiten erkennen zu können.

yodm3d_transparent_cube

Auf dem Bild sieht man den transparenten Würfel, der erscheint, sobald man die eingestellte Tastenkombination drückt.

Der schwarze Sternenhintergrund liegt als Bitmap im Programmordner vor, ebenso wie die Hintergründe der vier Desktops, die aber auch über die herkömmlichen Eigenschaften der Anzeige auf dem jeweiligen Desktop geändert werden können.

Ob der Streifen meines Desktop-Hintergrunds am oberen Rand durch die ungewöhnliche Taskleisten-Position oder mein verändertes Desktop-Thema bedingt ist habe ich nicht getestet, er stört mich aber auch nicht weiter.

Die Bedienung ist recht intuitiv:

Während die in den Einstellungen gewählte Hotkey Kombination (default: STRG+SHIFT) gedrückt ist, kann der Würfel mit den Pfeiltasten oder der Maus horizontal bewegt werden.

Will man ein Fenster per Drag & Drop auf einen anderen Desktop bewegen, so muss man es zuerst mit der Maus “greifen” und danach die Hotkeys drücken, um die Würfelansicht zu aktivieren.

Für den schnellen Taskwechsel zwischen den Desktops muss man in der aktuellen Version leider noch auf das Trayicon klicken um eine Liste der geöffneten Programme auf allen Desktops zu erhalten.

Hoffentlich gibt es hier bald eine erweiterte Einstellungsmöglichkeit, um diese Liste per ALT+TAB angezeigt zu bekommen. Dort erscheinen bisher nur die geöffneten Programme des aktuellen Desktops.

Mit minimaler Eingewöhnung ist die Bedienung bereits komfortabler als bei allen mir bekannten Ansätzen und die Übersicht ist dank des transparenten Würfels einfach unschlagbar.

Hier gehts nochmal direkt zur Downloadseite von Chris’Soft